Warum ist Karex ohne Fluorid?

Wissenswertes zur Dosierung von Fluorid bei Kindern

Zähneputzen Kinder

Junior Karex für Kinder ab 6 Jahre – auch ohne Fluorid

Die JUNIOR KAREX Zahnpasta mit BioHAP bietet Vorteile für das Wechselgebiss der älteren Kinder:

  • Die Formulierung, also Zusammensetzung der JUNIOR KAREX reinigt schonend und gleichzeitig gründlich Milchzähne und bleibende Zähne – zum Beispiel in den Phasen des Zahnwechsels bei Kindern.
  • BioHAP und weitere Calcium-Quellen schützen vor Karies, auch an schwer erreichbaren Stellen, z. B. bei Brackets oder festen Zahnspangen. Denn rund um die Brackets kann der Zahnbelag meistens nicht ausreichend entfernt werden.
  • Allantoin beruhigt und schützt das gereizte Zahnfleisch aufgrund von Zahndurchbruch und dem Tragen von Brackets.
  • Die Rezeptur wurde speziell für die Bedürfnisse von Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen entwickelt.

Hintergrund: Änderung der Fluorid-Empfehlungen für Kinderzahnpasten

Die Dosierung von Fluorid in Kinderzahnpasten ist gesetzlich reglementiert. Auf Zahnpasten mit mehr als 1.000 ppm Fluorid müssen verpflichtend (gesetzlich bindend) Warnhinweise vermerkt sein, wie zum Beispiel „Nur für Erwachsene“.

Da Kinder im Grundschulalter seit vielen Jahren häufig Karies haben – fast jedes zweite Kind in der ersten Schulklasse hat schon mindestens einmal Karies gehabt – hat das Netzwerk Gesund ins Leben, ein Zusammenschluss aus deutschen Fachgesellschaften und -organisationen, Empfehlungen zur Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter herausgegeben. Diese Empfehlungen sehen eine Erhöhung des Fluoridgehaltes in Kinderzahnpasten vor.

Seit April 2021 lautet die Empfehlung (nicht gesetzlich bindend) wie folgt:

  • Kinder im Alter von 0-2 Jahren:
    2 x täglich in reiskorngroßer Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid
    Oder Zahnpasta ohne Fluorid in Kombination mit fluoridhaltigen Vitamin D-Tabletten
  • Kinder im Alter von 2-6 Jahren:
    2 x täglich in erbsengroßer Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter ab 6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm bis 1.500 ppm Fluorid

Eine erbsengroße (0,25 g), oder gar reiskorngroße (0,125 g) Menge Zahnpasta zu dosieren, erscheint im Alltag unrealistisch. Hinzu kommt, dass die Öffnungen der aktuell verfügbaren Zahnpastatuben diese Dosierung zusätzlich erschweren und nahezu unmöglich machen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung1 kommt zu dem Schluss, dass nur eine Fluoridquelle genutzt werden sollte. Durch das Verschlucken fluoridhaltiger Zahnpasta (500 ppm Fluorid) wird genauso viel Fluorid aufgenommen, wie durch Tabletten oder fluoridhaltiges Speisesalz. Wird nun eine fluoridhaltige Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid verwendet, so wird sogar doppelt so viel Fluorid verschluckt.

Fluoridfreie Zahnpflege für Kinder und Jugendliche

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Quellen:

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung: Für gesunde Zähne: Fluorid-Vorbeugung bei Säuglingen und Kleinkindern; Stellungnahme Nr. 015/2018 des BfR; Fluorid - BfR (bund.de)