Innovation und Forschung

Die Karies konnte in den vergangenen Jahren in Deutschland einen Rückgang verzeichnen. Hierzulande ist dieses erfreuliche Ergebnis vor allem auf den großen Einsatz der Zahnärzte hinsichtlich der Aufklärung von Patienten und dem Angebot von professioneller Zahnreinigung und Prophylaxeprogrammen für Patienten zurückzuführen. Allerdings haben dennoch laut aktuellen Berichten des Robert Koch-Instituts 99% der Erwachsenen und bereits ca. 50 % der Kinder mit Milchzähnen (6/7 Jahre alte Kinder) eine Karieserfahrung gehabt. Herkömmliche Zahnpflegeprodukte kommen an ihre Grenzen. Neue Wege und alternative Wirkkonzepte sind erforderlich, um den Herausforderungen der Zukunft entgegenzutreten. Dies kann nur mit Hilfe von innovativen Konzepten und intensiver Forschung gelingen.

Forschung bei Dr. Kurt Wolff

Die Forschung bei Dr. Wolff hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 1905 bis heute eine zentrale Bedeutung und einen hohen Stellenwert. Die Erforschung von Innovationen in der häuslichen Zahnpflege erfolgt im Unternehmen selbst, aber auch in Kooperationen mit unabhängigen Instituten und Universitätskliniken. Mit dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf werden beispielsweise mit der Arbeitsgruppe „Biologische Verbundstoffe“ ultrastrukturelle Untersuchungen der Wechselwirkungen zwischen Hydroxylapatit-Partikeln und der Zahnschmelzoberfläche durchgeführt.

Unsere Zähne und Karies

Unsere Zähne bestehen aus ca. 97% Hydroxylapatit und gelten als die härteste Substanz im menschlichen Körper. Hydroxylapatit ist eine natürliche kristalline Substanz mit der chemischen Formel Ca5(PO4)3(OH). Die besondere Kristallstruktur ist verantwortlich für die hohe Bruchfestigkeit der Zähne. Problematisch wird es erst für die Zähne, wenn Säuren auf diese einwirken können. Wie jede andere Calciumphosphatverbindung ist auch Hydroxylapatit säurelöslich. Säuren können – wie hinreichend belegt und bekannt – von zahlreichen oralen Mikroorganismen produziert werden (wie z. B. Streptococcus mutans). Diese Säuren (insbesondere Milchsäure) führen zu einem Herauslösen von Calcium- und Phosphationen aus der Kristallstruktur. Häufig sind es kleinste Läsionen, die zunächst unbemerkt bleiben. Nahezu jeder Mensch hat häufig eine Initialkaries (Demineralisation), die aber keine weiteren Schäden hinterlassen hat. Das liegt vor allem an dem Speichel: Als Säurepuffer enthält er neben antimikrobiellen Wirkstoffen (Lactoferrin, Lysozyme, Peroxidasen u. a.) auch Calcium- und Phosphationen, die den Zahnschmelz remineralisieren können.

Kariesvorbeugung mit Hydroxylapatit

Um dem durch (bakterielle) Säuren ausgelösten Zahnschmelzabbau vorzubeugen, ist es wichtig, dass der Zahn geschützt wird, die Plaqueentstehung kontrolliert und bestenfalls der Speichelfluss angeregt wird. Hydroxylapatit ist in der Lage, auf dem Zahnschmelz eine Schutzschicht auszubilden, die diesen vor Säureangriffen schützt. Hinzu kommen die positiven Eigenschaften als antiadhäsiver Wirkstoff: Einerseits wird die bakterielle Anlagerung an der Zahnoberfläche verlangsamt und andererseits wird die Plaque durch freie Hydroxylapatitpartikel reduziert, indem Mikroorganismen an diese binden. Diese naturidentische Substanz wird bei der Verwendung von Karex von außen hinzugefügt und benötigt keinen Speichel für den Zahnschmelzschutz und die Zahnschmelzreparatur.

Anlagerung von Hydroxylapatit-Partikeln auf der Zahnschmelzoberfläche (in vitro)
Anlagerung von Hydroxylapatit-Partikeln auf der Zahnschmelzoberfläche (in vitro)