Hydroxylapatit-Partikel lagern sich am Zahn an

Einleitung:

Unsere Zähne sind jeden Tag aufs Neue zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Säuren aus Nahrung und Getränken greifen unseren Zahnschmelz genauso an, wie Bakterien. Daher ist es wichtig, dass unsere Zähne gut geschützt werden. Mehrere Studien konnten schon zeigen, dass nach Benutzung von Produkten mit Hydroxylapatit sich diese Partikel auf der Zahnoberfläche anlagern: Eine Schutzschicht entsteht. Bisher wurde jedoch noch nicht geklärt, wie viel Prozent der Zahnoberfläche nach einmaliger Anwendung von Hydroxylapatit-Produkten mit ebendiesem bedeckt ist.

Fragestellung

Wie hoch ist der Bedeckungsgrad der Zahnoberfläche mit Hydroxylapatit nach einmaliger Anwendung?

Material und Methoden

Diese in vitro Untersuchung wurde am Max-Planck-Institut durchgeführt. Zahnschmelzplättchen von Rinderzähnen wurde in wässrige Lösungen mit Hydroxylapatit-Partikeln eingetaucht. Folgende Konzentrationen von Hydroxylapatit-Partikeln wurden verwendet: 1, 5 und 10 %. Anschließend wurden die Plättchen und dem Rasterelektronenmikroskop untersucht. Der Bedeckungsgrad der Zahnoberfläche mit Hydroxylapatit wurde gemessen und quantifiziert.

Ergebnisse

Die Zahnproben waren bereits nach einmaligem Eintauchen in eine wässrige Lösung mit mikrokristallinen Hydroxylapatit-Partikeln deutlich sichtbar bedeckt. Bei einer 10 %-igen Hydroxylapatit-Dispersion waren bereits nach kurzer Zeit mehr als ein Drittel der Oberfläche mit einer Schicht aus Hydroxylapatit bedeckt. Ferner deuten die mikroskopischen Aufnahmen darauf hin, dass die Partikel fest auf der Zahnoberfläche verankert sind.

Schlussfolgerung

Bereits nach einmaliger Anwendung von Zahnpflegeprodukten mit Hydroxylapatit bildet sich eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche aus. Diese Schicht erschwert es Bakterien und Säuren den natürlichen Zahnschmelz anzugreifen.

Die Veröffentlichung der Studie finden Sie hier.