Bleibende schon vor der Geburt angelegt

Die bleibenden Zähne werden schon in der zwanzigsten Lebenswoche des Embryos unterhalb der Milchzähne im Knochen angelegt. Etwa zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr brechen sie durch ihr Wachstum durch den Kiefer und stoßen die Milchzähne dabei ab.

Wann es bei Ihrem Kind losgeht? In der Regel bekommt ein Kind, das als Baby früh Milchzähne bekommen hat, auch früh bleibende Zähne. Wie auch beim Zahnen ist die Altersspanne hier groß: Während manche Kinder schon mit vier ihr Milchgebiss verlieren, ist es bei anderen erst mit acht Jahren so weit. Mit etwa zwölf Jahren ist der Zahnwechsel meist abgeschlossen.

Der Besuch der Zahnfee

Der erste ausgefallene Milchzahn ist etwas ganz Besonderes. Viele Familien “feiern” diesen Moment mit dem Besuch der Zahnfee. Dazu legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den Zahn abends in eine kleine Box unter das Kopfkissen. Die Zahnfee kommt in der Nacht und tauscht den Zahn gegen ein Geschenk. Das kann eine kleine Überraschung sein, ein Hörspiel, Kuscheltier oder etwas zum Basteln. Wenn Sie mögen, legen Sie einen kleinen Brief dazu. Darin kann die Zahnfee dem Kind ein paar Zeilen schreiben und es vielleicht sogar zum Zähneputzen motivieren. Bestimmt wird Ihr Kind sich sehr freuen und die Tipps gerne umsetzen.

Gesunde Milchzähne sind die beste Grundlage für die bleibenden Zähne

Um beste Startchancen für die Neuankömmlinge zu schaffen, ist es wichtig, die Milchzähne gut zu pflegen. Zum einen dienen die sie als Platzhalter für die bleibenden Zähne: Geht ein Milchzahn zu früh verloren, kann es passieren, dass die anderen Zähne die Lücke schließen und der nachkommende Zahn schief herauswächst. Zum anderen legen Sie mit dem Milchgebiss den Grundstein für die spätere Zahngesundheit. Hat ein Milchzahn Karies, trägt auch der nachkommende Zahn ein erhöhtes Risiko.

Milchzähne sind besonders anfällig für Karies

Weil sie über eine dünnere Schmelzschicht verfügen, sind Milchzähne anfälliger für Karies als Erwachsenenzähne. Laut Statistik ist jedes zehnte Kind unter drei Jahren von frühkindlicher Karies betroffen. Süßigkeiten, aber auch Dauernuckeln an zuckerhaltigen Getränken, sind die größten Gefahrenquellen.

Bis zum Grundschulalter brauchen Kinder Unterstützung beim Zähneputzen

Bis zum Grundschulalter brauchen Kinder Unterstützung beim Zähneputzen

Was viele nicht wissen: Erst mit etwa sieben Jahren sind Kinder motorisch in der Lage zum selbstständigen Putzen. Bis dahin sollten Eltern unterstützen. Das kann oft einige Überredungskünste kosten, denn lange nicht jedes Kleinkind hat Freude am regelmäßigen Zähneputzen.

Aber es gibt Tricks, die es den Kleinen leichter machen: Versuchen Sie, das Putzen konsequent, aber spielerisch zu vermitteln. Manchen Kindern gefällt es, wenn Sie ihnen ein Zahnputz-Lied vorsingen, andere lassen sich besser motivieren, wenn sie zur Abwechslung auch einmal bei Mama oder Papa putzen dürfen. Probieren Sie aus, was bei Ihrem Kind am besten funktioniert. Wichtig ist in jedem Fall, das Putzen als etwas Positives zu vermitteln.

Spezielle Pflege für die kleinen Beißerchen

Das Wechselgebiss braucht besondere Pflege und die richtige Technik. Vielleicht lassen Sie sich beim nächsten Besuch von Ihrem Zahnarzt zeigen, wie am effektivsten geputzt wird. Wenn Ihr Kind motorisch schon dazu in der Lage ist, wird er es möglicherweise auch schon mit Zahnseide vertraut machen. Wussten Sie, dass rund 40 Prozent der Beläge sich in den Zahnzwischenräumen befinden?

Vielen Kindern gefällt es, nach dem Putzen mit einer Mundspülung mit Lerneffekt zu spülen: Die Beläge werden sichtbar und man sieht, wo noch einmal geputzt werden sollte.

Ernährung für die Zähne

Neben regelmäßigem Putzen können Sie auch mit der richtigen Ernährung eine Menge für die Zahngesundheit tun. Wenn möglich, versuchen Sie den Zuckerkonsum einzuschränken. Das ist bei Kindern natürlich nicht so leicht, darum noch ein Tipp: Für die Zähne ist es besser, einmal zu naschen als den ganzen Tag über immer wieder. Das macht es dem Speichel leichter, die durch den Zucker entstandenen Säuren zu neutralisieren, so dass der Zahnschmelz sich regenerieren kann.

Als Durstlöscher sind Wasser und ungesüßte Tees daher gesünder als süße Säfte oder Limonaden.

Kalziumreiche Lebensmittel (z.B. grünes Gemüse, Nüsse) und Milchprodukte helfen den Zähnen, sich gesund zu entwickeln. Probieren Sie doch mal, zweimal pro Woche calciumreiche Mahlzeiten wie Broccolisuppe mit Käse oder Nudeln mit Linsen, Möhren und Ricotta auf den Tisch zu bringen oder bereiten Sie Ihren Kindern täglich ein zahngesundes Pausenfrühstück zu (Link zu “Mitgebsel”).

Aktion Zahnmännchen: Süßes ohne Reue

Wenn es doch mal was Süßes sein soll, kann auch folgender Tipp helfen: Die Aktion “Zahnmännchen” zeichnet seit vielen Jahren zahnfreundliche Süßigkeiten aus und hat mittlerweile eine Vielzahl von Produkten mit ihrem auffälligen roten Logo gekennzeichnet. Schokolade, Bonbons oder Lutscher, die mit dem Siegel ausgezeichnet sind, haben in Tests bewiesen, dass sie weder Karies noch Erosionen verursachen. Sie können also bedenkenlos genascht werden. Eine Übersicht über die ausgezeichneten Produkte gibt es hier.