Warum ist Kinder Karex ohne Fluorid?

Zähneputzen Kinder

Wie viel Zahnpasta für Kinder?

Haben Sie bei der Zahnpasta ihrer Kinder schon einmal auf die Portionierungsangaben auf der Verpackung geachtet? Fluoridierte Zahnpasta für Kinder bis 6 Jahre, die 1000 ppm Fluorid oder mehr enthält, darf nämlich nur erbsengroß auf die Zahnbürste.

Die Beschränkung und der entsprechende Warnhinweis sind laut der Europäischen Kosmetikverordnung (EG) NR. 1223 aus dem Jahr 2009 verpflichtend auf diesen Fluoridzahnpasten aufzubringen. Die Mengenbegrenzung („Erbse“) beruht auf einem erhöhten Fluorose-Risiko für Kinder bei Verschlucken der Fluoridzahnpasta. Jedoch wird diese Dosier-Vorgabe einer Studie aus dem Jahr 2013 zufolge um etwa das Fünffache überschritten1.

In vielen Kinder-Zahnpflegeprodukten ist Fluorid beigefügt, um die Zähne vor Karies zu schützen. Besonders bei Kindern unter 6 Jahren wird die Fluoridbeigabe in Zahnpasten jedoch kontrovers diskutiert. Fluorid kommt nämlich nicht nur in der Zahnpflege zum Einsatz. Im Alltag gibt es viele weitere Quellen:

  • In den ersten Lebensjahren verordnet der Kinderarzt in der Regel Vitamin D Tabletten für ein gesundes Knochenwachstum. Diese enthalten häufig zusätzlich Fluorid.
  • Neben Fluoridtabletten und Zahnpasten ist auch fluoridiertes Speisesalz eine weitere Aufnahmequelle. Außerdem kommt es in manchen Getränken vor, ohne dass diese speziell gekennzeichnet sind. Das macht es Eltern schwer, die Aufnahme von Fluorid ihrer Kinder zu kontrollieren.
  • Da kleine Kinder einen Großteil der Zahnpasta verschlucken und nicht ausspucken, kann es unbewusst zu einer Überdosierung kommen. Allein hierbei wird etwa so viel Fluorid aufgenommen wie mit einer fluorid-haltigen Tablette oder über Speisesalz.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass zu viel Fluorid in jungen Jahren Zähnen und Knochen schaden kann. Es empfiehlt für Kleinkinder somit explizit, nur eine Fluorid-Quelle zu verwenden: entweder fluoridierte Vitamin D Tabletten, Speisesalz oder Zahnpasta2

Kinder Karex wirkt ohne Fluorid – mit BioHAP und kann bedenkenlos verwendet werden

Kinder Karex setzt stattdessen auf den zahnverwandten Wirkstoff BioHAP. Das steht für „Biomimetischer Hydroxylapatit“ – der Stoff, aus dem unsere Zähne gemacht sind. Dieser Wirkstoff bietet eine wirksame Alternative zu Fluorid und hat zahlreiche Vorteile:

  • Kleine Kinder können häufig die Zahnpasta noch nicht richtig ausspucken, so dass sie einen Großteil verschlucken. BioHAP wird im Magen einfach aufgelöst und ist daher auch bei Verschlucken unbedenklich. Somit müssen Eltern nicht darauf achten, dass die für Fluorid empfohlene Dosierungsmenge eingehalten wird.
  • BioHAP bildet beim Zähneputzen eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche aus. Diese führt dazu, dass Bakterien am Zahn schlechter anhaften können und der Biofilm (Zahnbelag) deutlich reduziert wird. Der Zahnbelag, der aggressive Säuren bilden kann, ist der Auslöser für Karies.
  • Dass BioHAP wirksam vor Karies schützt, ist klinisch belegt. Mehrere Studien3,4 kommen zu dem Ergebnis, dass eine Zahnpasta mit BioHAP genauso gut Karies vorbeugt, wie eine fluoridhaltige Zahnpasta.
  • Durch das tägliche Putzen mit BioHAP können sogar kleine Defekte am Zahnschmelz repariert und die Remineralisation, also die Wiedereinlagerung von wichtigen Mineralien in den Zahnschmelz, unterstützt werden. Der Hydroxylapatit lagert sich auf den Zähnen und Zahnhälsen an und hilft so auch bei schmerzempfindlichen Zähnen.

Hintergrund: Änderung der Fluorid-Empfehlungen für Kinderzahnpasten

Die Dosierung von Fluorid in Kinderzahnpasten ist gesetzlich reglementiert. Auf Zahnpasten mit mehr als 1000 ppm Fluorid müssen verpflichtend (gesetzlich bindend) Warnhinweise vermerkt sein, wie zum Beispiel „Nur für Erwachsene“.

Daher galten bis zum Jahr 2018 folgende Empfehlungen zahnmedizinischer Fachgesellschaften:

  • Kinder im Alter von 0-2 Jahren:
    1 x täglich Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter von 2-6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter ab 6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm bis 1.500 ppm Fluorid

Weil sich die Karies im Milchzahngebiss seit Jahren kaum verbessert hat – fast jedes zweite Kind in der ersten Schulklasse hat Karies – haben die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) und die Deutsche Gesellschaft für Präventive Zahnmedizin (DGPZM) in Abstimmung mit weiteren Fachexperten neue Empfehlungen für Kinderzahnpasten herausgegeben. Diese Empfehlungen sehen eine Erhöhung des Fluoridgehaltes vor.

Seit Herbst 2018 lautet die Empfehlung (nicht gesetzlich bindend) wie folgt:

  • Kinder im Alter von 0-2 Jahren:
    2 x täglich in reiskorngroßer Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm
  • Kinder im Alter von 2-6 Jahren:
    2 x täglich in erbsengroßer Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter ab 6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm bis 1.500 ppm Fluorid

Letztendlich bleibt die Dosierung der Kinderzahnpasta in Reiskorn- bzw. Erbsengröße und der damit einhergehende Kariesschutz der Kinderzähne in der Verantwortung der Eltern.

Mit der neuen Empfehlung ist der Fluoridgehalt für Kinder ab dem 2. Lebensjahr verdoppelt worden. Einige Stimmen aus der Fachwelt sehen die neu definierten Fluoridgrenzwerte kritisch. So erläuterte der Vorsitzende des Arbeitskreises Jugendzahnpflege für Frankfurt am Main und den Taunus-Kreis, Dr. Klaus-Günter Dürr, in einem offenen Brief an seine Zahnarzt-Kollegen seine Bedenken. Er kritisiert die Erhöhung des Fluoridgehalts nach dem Motto „Viel hilft nicht viel“ und das dadurch erhöhte Risiko einer Fluorose (weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen) im bleibenden Gebiss durch eine Fluorid-Überdosierung im Vorschulalter.

Kinder KAREX einfach erklärt

moderner Kariesschutz |Kinderzahnpasta ohne Fluorid