Warum ist Kinder Karex ohne Fluorid?

In vielen Kinder-Zahnpflegeprodukten ist Fluorid zugefügt, um die Zähne vor Karies zu schützen. Besonders bei Kindern unter 6 Jahren wird die Fluoridbeigabe in der Zahnpasta kontrovers diskutiert. In den ersten Lebensjahren verordnet der Kinderarzt in der Regel Vitamin D Tabletten für ein gesundes Knochenwachstum. Diese enthalten häufig zusätzlich Fluorid.

Neben Fluoridtabletten gibt es im Alltag noch viele weitere Quellen, in denen Fluorid enthalten ist. So ist Fluorid zum Beispiel in vielen Lebensmitteln, fluoridiertem Speisesalz und Getränken enthalten, ohne dass der Verbraucher speziell darauf hingewiesen wird. Das macht es Eltern schwer, die Aufnahme von Fluorid für Ihre Kinder zu kontrollieren.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass zu viel Fluorid in jungen Jahren Zähnen und Knochen schaden kann. Es empfiehlt für Kleinkinder somit explizit, nur eine Form der Fluorid-Prophylaxe zu verwenden: entweder Vitamin D mit Fluorid, fluoridiertes Speisesalz oder Fluorid-Zahnpasta. Da kleine Kinder einen Großteil der Zahnpasta verschlucken, kann es unbewusst zu einer Überdosierung kommen. Allein durch das Verschlucken der Zahnpasta wird etwa so viel Fluorid aufgenommen wie mit einer Fluorid-Tablette oder über fluoridiertes Speisesalz. Die meisten Haushalte in Deutschland verwenden Fluoridsalz.

Abbildung 1: Anteil der Haushalte mit fluoridiertem Speisesalz

Fachgesellschaften beschließen neue Fluorid-Empfehlungen für Kinderzahnpasten

Die Dosierung von Fluorid in Kinderzahnpasten ist gesetzlich reglementiert.

So galt bis zum Jahr 2018 folgende Regelung:

  • Kinder im Alter von 0-2 Jahren:
    1 x täglich Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter von 2-6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter ab 6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm bis 1.500 ppm Fluorid

Nun haben klinische Studien gezeigt, dass Fluorid in einer sehr geringen Konzentration keinen ausreichenden Schutz vor Karies bietet. Vor diesem Hintergrund ist die Fluorid-Konzentration für Kinderzahnpasten von der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ), Deutschen Gesellschaft für Präventive Zahnmedizin (DGPZM) und weiteren Fachexperten angepasst worden.

Seit Herbst 2018 lautet die Empfehlung wie folgt:

  • Kinder im Alter von 0-2 Jahren:
    2 x täglich in reiskorngroßer Menge Kinderzahnpasta mit 500 ppm
  • Kinder im Alter von 2-6 Jahren:
    2 x täglich in erbsengroßer Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid
  • Kinder im Alter ab 6 Jahren:
    2 x täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm bis 1.500 ppm Fluorid

Letztendlich bleibt die Dosierung der Kinderzahnpasta in Reiskorn- bzw. Erbsengröße und der damit einhergehende Kariesschutz der Kinderzähne in der Verantwortung der Eltern.

Mit der neuen Empfehlung ist der Fluoridgehalt für Kinder ab dem 2. Lebensjahr verdoppelt worden. Einige Stimmen aus der Fachwelt sehen die neu definierten Fluoridgrenzwerte kritisch. So erläuterte der Vorsitzende des Arbeitskreises Jugendzahnpflege für Frankfurt am Main und den Taunus-Kreis, Dr. Klaus – Günter Dürr, in einem offenen Brief an seine Zahnarzt-Kollegen seine Bedenken. Er kritisiert die Erhöhung des Fluoridgehalts nach dem Motto „Viel hilft nicht viel“ und dem dadurch erhöhten Risiko einer Fluorose (weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen) im bleibenden Gebiss durch Überdosierung im Vorschulalter.

Kinder Karex wirkt ohne Fluorid – mit BioHAP

Kinder Karex setzt auf den zahnverwandten Wirkstoff BioHAP. Das steht für „Biomimetischer Hydroxylapatit“ – der Stoff, aus dem unsere Zähne gemacht sind. Dieser Wirkstoff bietet eine Alternative zu Fluorid und zahlreiche Vorteile:

  • Er bildet beim Zähneputzen eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche aus. Diese führt dazu, dass Bakterien am Zahn schlechter anhaften können und der Biofilm (Zahnbelag) deutlich reduziert wird. Der Zahnbelag, der aggressive Säuren bilden kann, ist der Auslöser einer Karies.
     
  • Durch das tägliche Putzen mit BioHAP können sogar kleine Defekte am Zahnschmelz repariert und die Remineralisation, also die Wiedereinlagerung von wichtigen Mineralien in den Zahnschmelz, unterstützt werden. Der Hydroxylapatit lagert sich auf den Zähnen und Zahnhälsen an und hilft so auch bei schmerzempfindlichen Zähnen.
     
  • Kleine Kinder können häufig die Zahnpasta noch nicht richtig ausspucken, so dass sie einen Großteil verschlucken. BioHAP wird beim Verschlucken im Magen einfach aufgelöst und ist somit unbedenklich. Somit müssen Eltern nicht darauf achten, dass die für Fluorid empfohlene Dosierungsmenge eingehalten wird.

Kinder KAREX einfach erklärt

moderner Kariesschutz |Kinderzahnpasta ohne Fluorid