Zähneputzen bei Babys: Auf welche Zahnputztechnik kommt es an?

Zähneputzen bei Babys: Auf welche Zahnputztechnik kommt es an?

Zähneputzen mit Kindern ist nicht immer leicht. Oft haben sie nach kurzer Zeit keine Lust mehr oder kauen auf der Zahnbürste herum. Häufig wird auch die Zahnpasta ausgespuckt, weil sie nicht schmeckt oder es wird einfach alles heruntergeschluckt.

Eine regelmäßige Zahnpflege ab dem ersten Zahn ist jedoch sehr wichtig. Die Milchzähne erfüllen viele wichtige Funktionen und sind zum Beispiel für das Kauen der Nahrung, zum Sprechen lernen und als Platzhalter für die bleibenden Zähne notwendig. Sie sollten gut geschützt werden.

Zähneputzen für Kinder leicht gemacht: die KAI-Technik

Die richtige Zahnpflege bei Kindern beginnt schon mit dem ersten Zahn. Je früher Eltern ihre Kinder an die Zahnbürste gewöhnen, umso selbstverständlicher wird das tägliche Ritual. Kinder sind in jungen Jahren noch nicht in der Lage, alle Zähne gründlich selbst zu putzen, auch wenn sie gerne darauf bestehen. Deshalb sollten Eltern unbedingt nachputzen. Ganz ohne Hilfe schaffen Kinder das Zähneputzen häufig erst, wenn sie die Schreibschrift flüssig beherrschen. Aber wie putzt Ihr Kind die Zähne richtig?

Beim ersten Zahnarztbesuch wird häufig die sogenannte KAI-Zahnputztechnik empfohlen. KAI steht für Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen. Kinder können sich diese Technik gut merken. Dabei werden erst die Kauflächen mit kurzen Vor- und Rückbewegungen geputzt, dann die Außenflächen mit kleinen Kreisbewegungen und als letztes die Innenflächen der Zähne von Rot (Zahnfleisch) nach Weiß (Zahn). Dieser Vorgang wird morgens und abends für mindestens zwei Minuten wiederholt – dann sind die Zähne häufig schon gut geputzt. Diese drei weiteren Regeln sind darüber hinaus hilfreich für eine gute Zahnpflege:

  1. Die Zwei-Minuten-Regel: Zwei Minuten sind laut Zahnärzten die optimale Putzzeit. Dabei sollte nach einem bestimmten Muster geputzt werden, dann bleibt die geputzte Zeit pro Zahn immer gleich.
  2. Mit wenig Druck die Zähne putzen: Kinder sollten beim Putzen nicht zu stark mit der Zahnbürste auf die Zähne drücken. Das Zahnfleisch und auch der Zahnschmelz sind empfindlich und könnten verletzt werden. Es ist daher sinnvoll, dass Kinder mit einer weichen bis mittelharten Bürste putzen.
  3. Regelmäßiger Wechsel der Zahnbürste: Regelmäßiges Wechseln der Zahnbürste ist wichtig. Ein guter Rhythmus ist alle sechs bis acht Wochen zu wechseln - spätestens wenn die Borsten zur Seite abstehen. Außerdem: Jedes Familienmitglied sollte eine eigene Zahnbürste oder einen eigenen Bürstenkopf haben!

Zähneputzen beim Kleinkind – auf die richtige Zahnbürste kommt es an

Die Frage nach der richtigen Zahnbürste für Kinder beschäftigt viele Eltern. Folgende Tipps sind wichtig zu beachten: Benutzen Sie eine weiche oder mittelharte Kinderzahnbürste mit abgerundeten Kunststoffborsten, einem kleinen Bürstenkopf und einem rutschfesten Griff. Die sind – je nach Alter des Kindes – in unterschiedlichen Größen erhältlich. Wenn die Borsten sich nach außen biegen, muss eine neue Zahnbürste her. Generell sollte alle sechs bis acht Wochen die Bürste ausgetauscht werden. Auch spezielle elektrische Zahnbürsten für Kinder sind zu empfehlen. Diese gibt es auch für Kinder als kleinere und bunte Modelle. Vor allem für Zahnputzmuffel kann eine elektrische Zahnbürste einen neuen Anreiz schaffen.

Tipp: Lassen Sie Ihr Kind die Zahnbürste selbst aussuchen, dann wird sie auch lieber benutzt.

Die richtige Zahnpasta für Kinder

Die richtige Zahnpasta für Kinder

In Deutschland hat oder hatte fast jedes zweite Kind in der ersten Klasse schon einmal Karies. Kinder haben ein erhöhtes Kariesrisiko, weil sie motorisch noch nicht so gut Zähne putzen können wie Erwachsene. Zudem lieben sie viele Lebensmittel, die für die Zähne ungesund sind. Der hohe Anteil an Milchzahnkaries liegt aber nicht zwangsläufig an unzureichender Zahnpflege. Viele Kinderzahnpasten enthalten oft einen reduzierten Wirkstoff-Anteil (Wirkstoff: Fluorid). Für einen zuverlässigen Karies-Schutz werden mindestens 1000ppm Fluorid benötigt. Viele Kinderzahnpasten enthalten aber nur 500ppm Fluorid, weil die Kinder die Zahnpasta häufig verschlucken. Sobald jedoch mehr Fluorid enthalten ist, steigt das Fluoroserisiko (Verfärbung der bleibenden Zähne) stark an. Zahnpasten mit dem Wirkstoff Hydroxylapatit bieten sich hier als wirksame Alternative an. Hydroxylapatit- das ist der Stoff aus dem unsere Zähne sind - schützt wirksam vor Karies und ist beim Verschlucken unbedenklich, weil er einfach im Magen aufgelöst wird. Kinder Karex Zahnpasta setzt auf diesen alternativen Wirkstoff und ist geeignet für alle Altersstufen 0 – 12 Jahre.

Klicken Sie auf den Link für mehr Informationen zu Karies bei Kindern.

Tipps für die Kinderzahnpflege

Bei Zahnputzmuffeln ist das mit dem Zähneputzen häufig nicht einfach. Beugen Sie Karies vor und unterstützen Sie Ihre Kinder mit diesen Tricks bei der Zahnpflege:

  1. Tägliches Zähneputzen ab dem ersten Zahn, besonders nach der letzten Mahlzeit vor dem Schlafengehen
  2. Richtiger Halt: Beim Baby putzen Sie die Zähne am besten auf dem Wickeltisch, später auf dem Schoß
  3. Vorbild sein: Lassen Sie Ihr Kind zuschauen, wenn Sie sich die Zähne putzen oder putzen sie direkt gemeinsam.
  4. Abends nach dem Putzen nur noch Wasser oder ungesüßten Tee trinken
  5. Nachputzen durch einen Erwachsenen bis ins Grundschulalter. Faustregel: So lange die Kinderzähne nachputzen bis Ihr Kind die Schreibschrift beherrscht
  6. Erhöhte Aufmerksamkeit auf die Backenzähne richten, die rund um das sechste Lebensjahr durchbrechen. Sie sind besonders anfällig.
  7. Jährliche Zahnarztbesuche ab dem ersten Zahn
  8. Eine Zahnbürste, die das Kind selbst aussucht, wird lieber benutzt

Mehr Infos um Kinder zum Zähneputzen zu animieren, haben wir Ihnen in unseren Tricks zur Motivation zum Zähneputzen zusammengestellt.

Das könnte Sie auch interessieren: